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Zum Thema Wasser haben sich die Glasmaler Gedanken gemacht und diese sehr gut umgesetzt.

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Symposium Annin 2016
Gespannt, neugierig und gut vorbereitet starteten wir am Freitag, den 21. Oktober zum 1. Symposium dreier Glasfachschulen ins tschechische Annin. Eingeladen dazu hatte Jitka Lněnicková, Kuratorin des Musums PASK in Klattau. Als Thema für diesen Workshop gab sie „Pflanze und Wuchs“ vor. Neben der Glasfachschule Zwiesel hatten noch Abordnungen der Glasfachschulen aus Železný Brod, Kamenický Šenov sowie ein Student von der Kunsthochschule aus Prag ihr Kommen zugesagt.
Die ausgewählte Mannschaft aus der Veredelung hatte sich schon in der Vorbereitung auf dieses Arbeitswochenende mit dem Thema auseinander gesetzt und ein Konzept erarbeitet. Michaela Komsic, Rebecca Höcherl, Michael Exl und Karin Raith beschlossen mit ihren Fachlehrern Gunther Fruth und Josef Reitberger nicht einzeln, sondern als Gruppe aufzutreten, also eine Gemeinschaftsarbeit abzugeben. Wir nannten unser gläsernes „Bühnenbild“ EISWALD IM ŠUMAVA.
Als Hintergrund fertigte Rebecca Höcherl aus Flachglastafeln im Zuschnitt Silhouetten von Nadelbäumen und veredelte diese in ihrer Oberfläche mit Keilschnitten und Mattierungen. Vor jenem Horizont platzierten die Graveure Michael Exl und Karin Raith halbrunde längs zersägte Zylinder mit Laub- und Nadelbäumen in Tiefgravurtechnik. Um unseren kleinen Ausschnitt der Natur komplett zu machen, gestaltete Michaela Komsic an der Schleifmaschine starkwandige Stabvasen zu Baumstämmen und liegendem Totholz mit verschiedensten Oberflächen.
Zuvor galt es aber die Werkzeuge der an die Hütte angeschlossenen Schleiferei so vorzubereiten, um in gewohnter Weise arbeiten zu können. Eine wirklich spannende Aufgabe! Besser hatten es da unsere Graveure, sie brachten zwei tranportable Gravurmaschinen mit Zubehör von zu Hause mit.
Die Arbeit in der gemeinschaftlichen Situation mit den tschechischen Schülern war sehr angenehm, Kontakte wurden geknüpft, kulturelle Sehenswürdigkeiten der Umgebung konnten wir unter Führung besichtigen und die abschließende Präsentation in den Ausstellungsräumen der ehemaligen Glasschleiferei Annin zeigte die große Vielfalt der Arbeiten, die an diesen drei Tagen von allen Schaffenden gestaltet wurden.
In unserem Fazit des Wochenendes waren wir uns dann alle einig – hoffentlich auf Wiedersehen in Annin!

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Design trifft Handwerk

Im Rahmen der Projektarbeit bei den Produktdesignern an der Fachschule wurden Konzepte für Leuchten entwickelt. Der Entwicklungsprozess: Vom Thema zur Idee, von der Idee zum Produkt, von der Zeichnung zum Glas. Am Ende sollten gleichermaßen ästhetische wie auch funktionale Leuchten stehen und die Vorteile des Werkstoffs Glas im Zusammenspiel mit dem Licht herausgearbeitet werden. Die Umsetzung wurde von den Fachwerkstätten der Schule unterstützt. Die angehenden Produktdesigner reichten die Ergebnisse des Projektes beim Wettbewerb der Glashütte Harzkristall in Derenburg ein. Der 3. Preis für Monika Weinfurtner und eine Belobigung für Linda Stobbe konnten sich sehen lassen.

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Glashüttentechniker konzipieren Härteofen

Glashüttentechniker konzipieren Härteofen
Erfolgreiches Projekt von Glasfachschule Zwiesel und Rodenstock Regen

Die Bearbeitung von Projekten ist ein unerlässlicher Baustein in der heutigen Technikerausbildung. Ideen und Lösungsansätze zu entwickeln, sich in einem Projektteam zu organisieren oder Prozesse zu optimieren, sind Kernkompetenzen, die die künftigen Fach- und Führungskräfte an der Glasfachschule erwerben. Besonders hoch ist der Lerneffekt bei Projekten mit externen Industriepartnern und realen Aufgabenstellungen.

Die Glasfachschule Zwiesel formulierte 2015 ein konkretes Ziel: Entwicklung eines chemischen Vorspannofens im Labormaßstab.
Das chemische Vorspannen erzeugt in der Glasoberfläche hohe Druckspannungen bis in eine Tiefe von nur ca. 50 Mikrometern (50 millionstel Meter). Vorteil dieser veränderten Oberflächenschicht sind die daraus resultierenden Festigkeitserhöhungen des kompletten Glasproduktes.
Chemisches Vorspannen – auch als „Härten“ bezeichnet – findet breite Anwendung bei sog. Displaygläsern in Handys, Bedienoberflächen (touchscreens), optischen Gläsern und anderen Spezialausführungen.
Bisher wurde diese Thematik an der Glasfachschule nur theoretisch im Unterricht behandelt.

Eine Exkursion der Techniker zur Firma Rodenstock Regen war der Auftakt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Abteilungsleiter Rudolf Bauer signalisierte ebenso wie Abteilungsmeister Ferdinand Ertl und dessen Kollege Walter Schropp Bereitschaft, sich an diesem Entwicklungsvorhaben zu beteiligen.
Rodenstock zeichnet sich aus durch seine jahrelange Erfahrung in der großtechnischen Festigkeitssteigerung von Gießformen aus Glas.
Schulleiter Hans Wudy, überzeugt von dieser Projektidee, unterstützte die Thematik durch Bereitstellung des Budgets und durch die Kontaktherstellung zu einem slowenischen Ofenhersteller.
Bereichert wurde der Projektverbund durch die messtechnische Unterstützung der Firma Irlbacher Glas aus Schönsee in der Oberpfalz.

Nach knapp einem Jahr Projektdauer präsentierten die Techniker den Projektpartnern und der Schulleitung die Ergebnisse und den mit der
Firma Pika gemeinsam konzipierten Labor-Ofen.
Nach anfänglichen Problemen mit Spannungsbruch ist man nun in der Lage, Flachglasproben chemisch zu „härten“. Diese Proben zeigen in einem anschließenden Doppelringbiegetest Festigkeitssteigerungen von bis zu 300 %.
Kursleiter Michael Horina zeigte sich nicht nur sehr zufrieden über das gelungene Ergebnis des Projekts, sondern lobte auch das hohe Engagement der Glashüttentechniker.
Der Ofen kann nun im Unterricht vielseitig eingesetzt werden, um das chemische Vorspannen praktisch zu veranschaulichen.
Zusätzlich bietet sich die Chance, Versuchsserien im Labormaßstab zu fahren und die Erkenntnisse anschließend in die großtechnische Anwendung zu übertragen.
Die Projektteilnehmer waren sich einig, dass aufgrund dieses gemeinsamen Erfolges sicherlich weitere Aufgabenstellungen für eine künftige Zusammenarbeit erwachsen. Die beteiligten Unternehmen Rodenstock und Irlbacher signalisierten ihre Bereitschaft.
Der Dank geht neben den oben genannten Partnern auch an den Sachaufwandsträger Landkreis Regen. Poster chemisches Vorspannen
Projektpartner: Glasfachschule Zwiesel, Rodenstock Zwiesel, Irlbacher Glas
Im Hintergrund: Chemischer Vorspann-Ofen

Glashüttentechniker

Projekt der Assistenten für Produktdesign Ein Geländer wird zum Kunstwerk
Passauer Neue Presse

Kreuz Regenhütte

Projekt Kirchengestaltung Regenhütte

Kreuzweg

Das Lichtband aus Glas

Der Altarraum aus Glaselementen