Glasfachschule

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Die Assistenten für Produktdesign gestalteten im Rahmen eines Wettbewerbs das neue Objekt für den Glasstraßenpreis.
Entwurf von Anna Maurer
Produktdesigner gestalten Glasstraßenpreis

Alle zwei Jahre wird der Glasstraßenpreis durch den Tourismusverband Ostbayern e.V. vergeben. Ausgezeichnet werden dabei z. B. Vereine, Firmen, Institutionen oder Glasschaffende, die sich durch innovative Ideen um das Thema Glas und Tourismus in den Regionen Oberpfälzer Wald und Bayerischer verdient machen. Entscheidend ist dabei die Originalität der Idee, deren Einmaligkeit und auch die Wirkung in der Öffentlichkeit. Die Auszeichnung ist mit einem Geldpreis dotiert, ein Pokal verdeutlicht die Bedeutung des Wettbewerbs für die Glasregion.
Theodor G. Sellner, ehemaliger Glasfachschüler und international anerkannter Glaskünstler aus der Region gestaltete und fertigte dieses hochwertige Glasobjekt über viele Jahre. Er zog sich aus Altersgründen zurück und so wurde die Gestaltung – wie schon in den Anfangsjahren des Glasstraßenwettbewerbs – wieder an die Glasfachschule Zwiesel übertragen.
Die Klasse APD 11 (Assistenten für kreatives Produktdesign Glas) behandelte das Thema zusammen mit ihrem Lehrer Ronald Fischer von Schuljahresbeginn an in den Fächern Formentwurf und Oberflächengestaltung. Ein wichtiges Kriterium dieses Klassenwettbewerbs war, dass die Glaspokale als hüttentechnische Lösung von den Glasmachern der Glasfachschule produziert werden sollten. Die sehr praxisnahe Aufgabe für die Schülerinnen war durch ein relativ kleines Zeitfenster von den ersten Entwürfen bis zur Umsetzung geprägt. Ende Oktober musste schon eine Auswahl zwischen den Prototypen getroffen werden. Wertvolle Tipps bekamen die Schülerinnen in dieser Zeit auch durch die fachliche Betreuung von Iris Haschek, Stefan Stangl und Eduard Deubzer und so konnten hochwertige Lösungen entwickelt werden. Jeder finale Entwurf der Schülerinnen wurde dabei am Glasofen von den Glasmachern bemustert. Unser herzlicher Glückwunsch geht an Anna Maurer, die mit ihrer Gestaltung den internen Wettbewerb für sich entscheiden konnte.
In ihrer Interpretation schreibt Anna Maurer: „Die kreisrunde Grundform symbolisiert die Gemeinschaft der Glasbegeisterten. Der offene Kreis versinnbildlicht die Dynamik der Veränderung, der sich Glasschaffende und Glasliebende ständig stellen müssen. Die Farbgebung nimmt Bezug auf die Regionen Oberpfälzer Wald und Bayerischer Wald.“
Der Glasstraßenpreis wird 2018 bereits zum 10. Mal vergeben. 2014 wurde die Glasfachschule Zwiesel für das Projekt „Kirchengestaltung Regenhütte“ mit dem Glasstraßenpreis ausgezeichnet. Die konzeptionelle Innenraumgestaltung wurde von der damaligen Klasse der Glasbildner entwickelt und umgesetzt. Das gläserne Kreuz, Altar, Ambo, Tabernakel, Taufbecken, Weihwasserbecken, Sedilien, Kerzenleuchter, das farbige Fensterband und der gläserne Kreuzweg dokumentieren die Verbundenheit der Region mit dem Glas um eine religiös künstlerische Sehenswürdigkeit.
Der Glasstraßenpreis wurde am 28.11.2018 in der Viechtacher Stadthalle im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung an die diesjährigen Preisträger, das Waldmuseum Zwiesel und den Berghof Gibacht überreicht. Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk bekam Willi Steger für sein jahrzehntelanges Engagement ums Glas. Herzlichen Glückwunsch.
Glasfachschule Zwiesel
Fachschulstr. 15-19
94227 Zwiesel

Tel.: 0 99 22/84 44-0
Fax: 0 99 22/84 44 48

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